Wenn du bisher noch keinen Extremsport gefunden hast, der dir wirklich zusagt, dann schaue dir doch vielleicht einmal das Basejumping an. Das Basejumping ist eine Art von extremem Fallschirmspringen, bei dem sich die Sportler mit speziellen Fallschirmen in Schluchten oder von Gebäuden stürzen. In Deutschland ist es auch unter dem Namen Objektspringen bekannt. Meist ist die Fallhöhe im Vergleich zum Fallschirmspringen sehr gering, was auch der Grund dafür ist, dass die Basejumper keinen Reserveschirm mit sich führen. Da der freie Fall in dieser Sportart nur sehr kurz andauert, wäre zum Öffnen des Reserveschirms sowieso keine Zeit.

Extremsport mit hohem Risiko

Das Risiko ist beim Basejumping auch verglichen mit anderen Extremsportarten sehr hoch, was für eine zusätzliche Ausschüttung von Adrenalin bei den Sportlern sorgt. In vielen Ländern der Welt ist Basejumping wegen seiner hohen Gefahren noch illegal. In anderen Ländern sind strikte Vorschriften einzuhalten und Genehmigungen einzuholen, bevor man sich in die Tiefe stürzen kann. In den USA drohen in den schlimmsten Fällen sogar Haftstrafen bis zu mehreren Monaten, wenn man die Sprünge nicht anmeldet. In einzelnen arabischen Länder werden Touristen, die beim Basejumping erwischt werden, des Landes verwiesen. Da die Fallhöhen meist niedrig sind, verfügen die Schirme über Auslösemechanismen, die diese schneller öffnen als einen normalen Fallschirm. Erstmals wurde im Jahr 1912 ein solcher Sprung probiert, bei dem der Österreicher Franz Reichelt vom Eiffelturm in den Tod stürzte.

Spektakuläre und erfolgreiche Sprünge

Die erste Person, die einen Basejump erfolgreich überlebte, war der Münchner Hartmut Huber, der sich im Jahr 1963 mit einem handelsüblichen Fallschirm von der Mangfallbrücke stürzte. Seitdem haben Extremsportler immer wieder bekannte Gebäude und Bauwerke für ihre Sprünge genutzt. Manchmal wird dabei sogar im Inneskydiving-665020_960_720ren der Gebäude gesprungen. Im Jahr 1990 sprang zum Beispiel ein Brite von einer Galerie in der St. Pauls Kathedrale in London 31,3 Meter nach unten, was im einen Eintrag in Guinessbuch der Rekorde einbrachte für den Sprung mit der niedrigsten Höhe innerhalb eines Gebäudes. Auch bekannte Bauwerke, wie die Christusstatue in Rio de Janeiro und die Petronas-Türme in Malaysia wurden schon für Objektsprünge benutzt.

Ohne Zweifel ein Sport mit hohem Risiko.